Grünspan


Grünspan
Grün|span 〈m. 1; unz.〉 giftiges Gemisch basischer Kupferacetate, das sich auf Gegenständen aus Kupfer u. Messing bildet; Sy Kupfergrün, Spangrün ● \Grünspan ansetzen [<mhd. grüenspan, Lehnübersetzung aus mlat. viride Hispanicum „spanisches Grün“]

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Grün|span [gleichbed. mhd. grüenspan (lat. viride Hispanicum = spanisches Grün)], der; -s; Syn.: Spangrün, Aerugo, Verdigris: giftige, blaue bis grüne basische Kupferacetate, die früher als Malerfarbe dienten. Vgl. Patina.

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Grün|span, der; -[e]s [mhd. grüenspān, von mlat. viride Hispanum = spanisches Grün (ein im MA. aus Spanien eingeführter künstlicher Farbstoff)]:
auf Kupfer u. Messing unter Einwirkung von Essigsäure u. Luft entstehender, giftiger, blaugrüner Überzug:
G. ansetzen;
mit G. überzogen sein;
Ü diese Geschichte hat ein wenig G. angesetzt.

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Grünspan,
 
Gemisch basischer Kupfer(II)-acetate von grüner oder blauer Farbe, das bei Einwirkung von Essigsäure(dämpfen) auf Kupfer oder Messing in Gegenwart von Luft sowie durch Reaktion von Kupfersulfat mit Calciumacetat entsteht. Grünspan bildet sich auch an Kupfergefäßen bei Aufbewahrung saurer Speisen; er ist nur mäßig giftig. Früher wurde Grünspan in der Malerei als Pigment verwendet; er wird oft mit Patina verwechselt.
 

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Grün|span, der; -[e]s [mhd. grüenspān, LÜ von mlat. viride Hispanum = spanisches Grün (ein im MA. aus Spanien eingeführter künstlicher Farbstoff)]: auf Kupfer u. Messing unter Einwirkung von Essigsäure u. Luft entstehender, giftiger, blaugrüner Überzug: G. ansetzen; mit G. überzogen sein; An jeder von G. überzogenen Fibel haftete die Erinnerung an Frauen (Ransmayr, Welt 229); Ü Diese Geschichten waren alt, hatten ein wenig G. angesetzt (Strittmatter, Wundertäter 37).

Universal-Lexikon. 2012.

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